Ein letztes Bier in Bayern Es war einmal ein junger Mann, er hieß Michel. Michel fühlte sich schon immer irgendwie unwohl in seinem kleinen Dorf unweit von München, im Herzen Bayerns. Eine Kirchweih hier, ein Volksfest dort. Natürlich trugen alle willig ihre Lederhosen und Dirndl, sobald es der Anlass zuließ. Doch diese engen, unbequemen ledrigen Fetzen waren Michel noch nie geheuer. Auch die komischen Trachten-Hüte, die Hemden und Westen, er verstand nicht, weshalb alle so einen Turn darauf hatten, endlich wieder die Tracht auszupacken und Saufen zu gehen. Trotzdem war Michel natürlich immer dabei. Man kann ja sonst nichts machen, in dem kleinen bayrischen Dorf, in dem Michel schon sein ganzes Leben verbrachte. Als einer von wenigen ging Michel aufs Gymnasium im Nachbardorf. Er wollte hier irgendwann raus. Die anderen Kids redeten von Häusern, die sie in der Straße ihrer Eltern mit ihrer jetzigen Freundin bauen wollen. Doch während seine Freunde anscheinend schon alles dur...